Valldemossa

Foto: hanspoldoja/Flickr
Der höchstgelegene Ort Mallorcas (437 Meter) ist vor allem dadurch bekannt, dass der polnische Komponist Frédéric Chopin dort den Winter 1838/39 mit seiner Geliebten George Sand verbrachte. Allerdings verschlechterte sich Chopins Krankheit, die Tuberkulose, derart, dass das Paar seinen Aufenthalt abbrechen musste. Trotzdem erlangte Valldemossa weltweit einen derartigen Ruhm, dass dieser Ort von Touristen förmlich überlaufen wurde und wird. Vor allem wollen die Besucher die Räume besichtigen, in denen Chopin und Sand ihre Zeit auf Mallorca verbrachten - wenn es auch nur eine kurze Zeit war.
Dass Valldemossa nur etwa 17 Kilometer von Palma entfernt ist, ist wohl ein weiterer Grund für die Beliebtheit bei den Touristen, die diese malerische Ortschaft mit den terrassenförmig angelegten, erdfarbenen Häusern besichtigen und die Spezialitäten des Bergdorfes, wollen. Gläubige besuchen den Ort, um die bunten Kacheln zu besichtigen, die im ganzen Ort die Legenden aus dem Leben der einzigen Heiligen Mallorcas, Santa Catalina Tomàs, erzählen. Die im Jahre 1531 als Bauernmädchen geborene Nonne wurde 43 Jahre alt. Catalina wurde nachgesagt, sie hätte ihre Suppe mit Sand vermischt, um der Völlerei Einhalt zu gebieten. In Valldemossa besitzen viele Häuser neben der Haustüre eine bunte Kachel mit ihrem Konterfei. Selbstverständlich werden diese Tafeln in sämtlichen Souvenirgeschäften in und um Valldemossa in unterschiedlicher Qualität angeboten.
Zu einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas zählt die Kartause von Valldemossa. Gegründet 1399 auf den Grundmauern eines Alcazars in Valldemossa von König von Aragorn, Martin I. Allerdings stammt das heutige Klostergebäude größtenteils aus dem 18. Jahrhundert. 1835 wurden die Mönche vertrieben und das Kloster säkularisiert. Heute findet man zwischen den Klostermauern verschiedene Museen in den Zellen und Räumen. Besonders sehenswert sind vor allem die neoklassische Kirche, gebaut von 1751 bis 1812, eine Apotheke mit Apothekergefäßen, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Bibliothek und der Audienzsaal mit dem Stuhl des Priors.
Wer eine Haarsträhne von Frédéric Chopin oder seine Totenmaske besichtigen möchte, muss sich zu den Zellen Nummer zwei und vier begeben, hier verbrachten der Komponist und seine Geliebte den Winter 1838/39.
Daneben findet man noch eine Druckerei aus dem 16. Jahrhundert mit einer Druckmaschine von 1662. Der Drucker, Nicolau Calafat, erzeugte auf dieser Druckerpresse die ersten Druckerzeugnisse der Balearen her, zwei Bücher, eines davon sogar zweifarbig.
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